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Arbeitsmarkt
Starker Franken noch ohne Einfluss auf Jobs

Jobs: Die Schweizer spüren den starken Franken noch nicht negativ. Keystone

Die Arbeitslosenzahlen vom Januar sind stabil geblieben. Noch macht sich die Frankenaufwertung nicht negativ bemerkbar.

Veröffentlicht am 10.02.2015

In den Arbeitslosenzahlen vom Januar machen sich die Folgen der Frankenaufwertung noch nicht bemerkbar. Wirtschaftsprofessor Yves Flückiger von der Universität Genf rechnet allerdings damit, dass sich dies bald ändern könnte.

Im Winter sei der Betrieb in vielen Branchen wie dem Baugewerbe reduziert. Die Zunahme der Arbeitslosigkeit im Januar sei daher keine Folge des erstarkten Frankens, erklärt Flückiger auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Falls der Franken gegenüber dem Euro allerdings weiterhin so stark bleibe, steuere man auf eine Phase der makrökonomischen Stagnation zu. Die konjunkturelle Lage könne sehr «delikat» werden, trotz der Möglichkeit von Kurzarbeit und trotz des durch die verbilligten Importe begünstigten privaten Konsums.

Quote stabil

Flückiger geht davon aus, dass in diesem Jahr der saisonale Rückgang der Arbeitslosigkeit im Frühling ausbleiben wird. Die Arbeitslosenquote könnte sich in dieser Zeit gar noch erhöhen.

Die Arbeitslosenquote stieg gemäss Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) im Januar um 0,1 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent. Rechnet man allerdings saisonale Effekte heraus, blieb die Quote stabil bei 3,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr sind gar etwas weniger Menschen arbeitslos.

(sda/chb/ama)

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