Die Hoffnungen auf eine schwächere Schweizer Währung zerschlagen sich. Hatte ein Franken vor wenigen Wochen noch rund 1.08 Euro gekostet, ist heute die Parität zwischen den beiden Währungen wieder in Reichweite. Ein Euro kostete gegen Mittag rund 1.028 Franken. Der Eurokurs weitete am Vormittag auch seine anfänglichen Verluste zum US-Dollar aus.

Ein starker Franken erschwert den Schweizer Exportfirmen ihre Geschäfte im Ausland. Steigt der Franken, nimmt auch die Gefahr einer Rezession in der Wirtschaft zu. Nach den Worten der JPMorgan-Devisenexperten ist der Schweizer Franken eine starke Anlagealternative für den Euro. Für die Fachleute hat die politische Gefahr eines Wirtschaftspaketes für die Schweiz nachgelassen. Sie rechnen damit, dass eine anhaltende Nachfrage den Franken daher weiter stützen werde.

Keine marktbewegenden Daten heute

Eine Lösung des Griechenlandproblems ist nicht in Sicht. «Das Eurogruppentreffen Ende der Woche wird in Bezug auf Griechenland wohl ohne Beschluss bleiben, denn die Verhandlungen scheinen zu stocken», schreibt die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) in einem Kommentar. Marktbewegende Konjunkturdaten werden auch am Nachmittag nicht erwartet.

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(moh, mit awp)