Die Stimmung in der Schweizer Industrie hat sich zwei Monate nach der schockartigen Frankenaufwertung leicht aufgehellt. Die Branche kämpft aber weiterhin mit den Folgen der Abkehr vom Euro-Mindestkurs.

Der Einkaufsmanagerindex PMI stieg im März zwar um 0,6 Zähler. Mit einem Wert von 47,9 Punkten blieb der Indikator aber den dritten Monat infolge unter der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

«Rückgang hat an Dynamik verloren»

Seit der Aufhebung der Euro-Kursuntergrenze von 1,20 Franken Mitte Januar schrumpft die Industrie, wie die die Grossbank Credit Suisse am Mittwoch mitteilte. «Der Rückgang hat aber jüngst an Dynamik verloren.» Die Bank erhebt den PMI zusammen mit dem Einkäuferverband.

Die Stabilisierung des PMI dürfte einhergehen mit der Abschwächung des Frankens, erklärten die CS-Ökonomen. Handelsgewichtet notierte die Landeswährung im März beinahe zehn Prozent tiefer als auf dem Höhepunkt des Aufwertungsschocks. Auch die wichtigste Handelswährung Euro zog an. Aktuell werden für die Gemeinschaftswährung 1,0450 Franken bezahlt.

Trübe Aussichten auf Beschäftigung

Im März konnte die Produktion knapp gehalten werden, die Teilindizes Auftragsbestand und Kapazitätsauslastung verschlechterten sich nicht merklich. Trübe bleiben hingegen die Beschäftigungsaussichten: Die entsprechende Subkomponente sank auf dem tiefsten Wert seit Oktober 2009.

Das vorausweisende KOF-Konjunkturbarometer stabilisierte sich zuletzt.

(reuters/dbe/ama)

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