Die Stimmung in der Schweizer Industrie ist im August auf den höchsten Stand seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses gestiegen. Die Unternehmen produzierten wieder deutlich mehr und auch der Auftragsbestand wurde grösser.

Dies zeigt der Einkaufsmanagerindex (PMI) der Credit Suisse, der auf einer Umfrage bei Mitgliedern des Einkäuferverbandes procure.ch beruht. Er stieg im August um 3,4 auf 52,2 Punkte. Alle Werte über 50 bedeuten, dass die Konjunktur anzieht.

Nicht überinterpretieren

Besonders die Produktion wurde hochgefahren, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Die entsprechende Subkomponente stieg auf den höchsten Stand seit Dezember 2010. Auch gingen wieder mehr Aufträge bei den Unternehmen ein.

Allerdings sollten die August-Zahlen nicht überinterpretiert werden, schreiben die Ökonomen der Credit Suisse. Denn die Industrie sei in der Sommerferienzeit traditionell wenig aktiv.

Es stimme aber zuversichtlich, dass die Unternehmen trotz der Turbulenzen in China und des Einbruchs der Aktienmärkte mehr eingekauft hätten. Offenbar hätten sie von den tieferen Rohstoffpreisen profitiert.

(sda/dbe/ama)

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