Griechenland braucht nach Einschätzung seines Notenbank-Chefs Ioannis Stournaras dringend eine Einigung mit den Gläubigern. Andernfalls könnte das Land «Schlimmes» erleben. In seinem am Mittwoch vorgelegten Bericht zur Lage der griechischen Wirtschaft warnt der Notenbankchef: «Ein Fehlschlag der Verhandlungen wird der Anfang eines schmerzhaften Kurses sein.»

Auf Griechenland kämen dann grosse Gefahren zu. Am Anfang werde die Staatspleite stehen, die am Ende zum Austritt aus dem Euroland führen werde, heisst es in dem Bericht, aus dem die griechische Presse am Mittwoch Teile veröffentlichte.

Kleiner Schritt zur Einigung

Die Krise werde in diesem Fall «unkontrollierbar» werden, mahnte Stournaras. Die Griechen von heute hätten nicht das Recht, ihren Nachfahren dieses Problem zu übertragen. Das, was die Gläubiger und Athen noch von einer Vereinbarung trenne, sei «klein», stellt der Notenbankchef fest.

Zugleich bezeichnet er eine Umstrukturierung des griechischen Schuldenberges als wichtigen Bestandteil einer Lösung des griechischen Finanzproblems.

(awp/dbe/mbü)