Ein Vierpersonenhaushalt zahlt im kommenden Jahr im Schnitt 59 Franken für die Nutzung des Stromnetzes. Das sind etwa drei Franken weniger als im laufenden Jahr. Der Betrag macht rund 7 Prozent der gesamten Stromkosten aus.

Die Kosten für die Infrastruktur und deren Unterhalt bleiben 2017 zwar unverändert, wie die Netzwerkbetreibergesellschaft Swissgrid am Mittwoch mitteilte. Der Tarif für die Systemdienstleistungen sinkt hingegen um 11 Prozent auf 0,40 Rappen (2016: 0,45 Rappen) pro Kilowattstunde verbrauchtem Strom.

Tiefere Beschaffungskosten

Grund für die sinkenden Systemdienstleistungstarife sind laut Swissgrid tiefere Beschaffungskosten für Regelenergie. Das ist die Energie, mit der Swissgrid die Differenz zwischen Stromproduktion und -verbrauch ausgleicht. Zusätzlich wirkt sich der Abschluss der aus dem Jahr 2013 bestehenden Unterdeckung positiv aus.

Deckungsdifferenzen können entstehen, weil die Netzbetreiberin die Tarife jeweils aufgrund von Planzahlen im Voraus ermittelt. Innerhalb des Geschäftsjahres weichen dann die tatsächlichen Kosten und Erlöse von den Annahmen ab, wie es heisst.

Konstante Tarife bei Netznutzung

Bei der Netznutzung bleiben die Tarife 2017 konstant. Dort gleichen sich kostentreibende und kostensenkende Effekte aus.

Das Ziel sei, die Tarife auch längerfristig konstant halten zu können. Dafür hat die Netzbetreiberin unter anderem ihre geplanten Investitionen zurückgeschraubt. Allerdings sei eine Prognose über die Tarifentwicklung «mit zahlreichen Unwägbarkeiten verbunden», schreibt Swissgrid weiter.

(sda/ise)