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Studie: Ein Dutzend EU-Volkswirtschaften instabil

Zwölf EU-Länder sollen eingehender auf ihre Stabilität untersucht werden. (Bild: Keystone)

Eine Studie zu «wirtschaftlichen Ungleichgewichten» in der EU kommt zu einem berunruhigenden Schluss: Auch grössere Länder sind auf längere Sicht instabil.

Veröffentlicht am 14.02.2012

Ein Dutzend Volkswirtschaften in der Europäischen Union (EU) sind auf längere Sicht nicht stabil. Grosse Länder wie Frankreich, Italien oder Grossbritannien gehören zu dieser Gruppe, Deutschland nicht. Das berichtete die EU-Kommission in Strassburg in einer erstmals vorgelegten Studie zu wirtschaftlichen Ungleichgewichten in der Gemeinschaft.

Die zwölf Länder sollen nun eingehender untersucht werden. Dazu gehören weiter: Belgien, Bulgarien, Zypern, Dänemark, Finnland, Ungarn, Slowenien, Spanien und Schweden.

EU-Währungskommissar Olli Rehn und seine Experten nahmen Lohnstückkosten oder Handelsbilanzdefizite unter die Lupe. Im Rahmen Euro-Stabilitätspaktes kann die Kommission neuerdings einschreiten, wenn es erhebliche Abweichungen von Richtwerten gibt. Die EU hatte den Pakt Ende 2011 verschärft.

Mit der verstärkten Überwachung sollen bedrohliche Entwicklungen verhindert werden - beispielsweise hatte es in Spanien und Irland Immobilienblasen gegeben, ohne dass Europa reagierte. Eurostaaten drohen in letzter Konsequenz Bussgelder von bis zu einem Prozent der Wirtschaftsleistung. Diese Stufe ist aber lange noch nicht erreicht.

(aho/chb/awp)

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