Im Ranking der deutschen Städte mit den besten Zukunftsaussichten löst München den langjährigen Spitzenreiter Frankfurt ab. Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) und die Privatbank Berenberg kürten die Bayernmetropole am Donnerstag zum Sieger in ihrer diesjährigen Studie. Dabei wurden die Städte mit Blick auf ihre wirtschaftliche Dynamik, ihr demografisches Potenzial und ihre strukturellen Bedingungen untersucht.

München lag in allen drei Bereichen weit vorn. Die Stadt habe sich als Wissenschaftsstandort etabliert und ziehe hochtechnologische Industrien an, sagte HWWI-Direktor Henning Vöpel. «Das ist eben der Schlüssel, um tatsächlich Zukunftsfähigkeit zu erlangen.»

Frankfurt nur auf Platz vier

Frankfurt hatte sich bei den letzten Erhebungen 2008, 2010 und 2013 den Titel geholt, fiel dieses Jahr aber auf den vierten Platz zurück. Laut Vöpel sind die Standortbedingungen in der Mainmetropole nach wie vor ausserordentlich gut.

Die Finanzkrise habe sich aber in den vergangenen Jahren negativ auf Erwerbstätigkeit und Produktivität ausgewirkt. Berlin setzte seine Aufholjagd fort und sicherte sich dieses Mal den zweiten Platz. Stuttgart steigerte sich ebenfalls und schaffte es nun knapp unter die Top 5. Das sächsische Chemnitz landet zum vierten Mal in Folge auf dem letzten Platz unter den 30 untersuchten Städten.

(reuters/mbü/ama)

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