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Schärfere Regeln für Handel
Südkorea verschärft Regeln für Handel mit Bitcoin

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Ein Bitcoin-Automat in Asien. Südkorea schärft die Regulierungen. Quelle: S3studio/Getty Images

Südkorea macht ernst: Das asiatiasche Land verschärft die Regeln für Kryptowährungen. Anonym geführte Konten dürfen nicht mehr für den Handel genutzt werden.

Veröffentlicht am 23.01.2018

Südkorea verschärft die Regeln für den Handel mit Bitcoin und anderen Cyberwährungen. Ab Ende Januar dürfen anonym geführte Bankkonten nicht mehr für den Handel damit genutzt werden, wie die Finanzaufsicht am Dienstag in Seoul mitteilte.

Südkorea will mit diesem Schritt die Verwendung von Bitcoin zur Geldwäsche und anderen kriminellen Aktivitäten unterbinden. Das asiatische Land ist eine der Hochburgen der Spekulation mit Cyber-Devisen.

Nach früheren Angaben der Internetseite Conhills.com laufen rund 15 Prozent des weltweiten Handels über Handelsplätze in Südkorea. Laut einer Umfrage des südkoreanischen Job-Portals Saramin handeln mehr als 30 Prozent der befragten Büro-Angestellten mit Cyber-Währungen.

Nach Bekanntwerden des Verbots setzte der Bitcoin-Kurs seine Talfahrt fort und büsste laut Daten der grössten südkoreanischen Börse Bithumb für Cyber-Devisen zeitweise mehr als drei Prozent auf 12'699 Dollar ein. Bereits in der vergangenen Woche war der Kurs an der Luxemburger Börse Bitstamp um fast 20 Prozent eingebrochen.

Schliessung der lokalen Plattformen als Option

Südkoreas Regierung will die Spekulation mit Cyberwährungen stärker kontrollieren. Der Chef der Finanzdienstleistungskommission, Choi Jong Kusogar, hatte sogar die Schliessung sämtlicher lokaler Handelsplattformen für virtuelle Währungen als Option genannt. Das Präsidialamt hatte daraufhin mitgeteilt, dies sei nur einer der Schritte, die geprüft würden. Konkrete Massnahmen stünden noch nicht fest.

(sda/tdr)

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