Nach dem Ausbruch der Atemwegserkrankung Mers in Südkorea hat die Zentralbank des Landes die geldpolitischen Zügel weiter gelockert. Der Geldmarktausschuss der Bank of Korea beschloss am Donnerstag, den Leitzins von 1,75 Prozent auf das Rekordtief von 1,5 Prozent herabzusetzen.

Durch die Zinssenkung soll die einheimische Wirtschaft stärker angekurbelt werden. Erst im März hatte die Bank den Zins herabgesetzt.

Schrumpfender Konsum

Zwar gebe es weitere Anzeichen einer Erholung der US-Wirtschaft und einer Verbesserung in der Euro-Zone, hiess es. Doch der Rückgang der südkoreanischen Exporte habe sich beschleunigt und der Verbrauch sei seit dem Mers-Ausbruch im vergangenen Monat geschrumpft.

Die Gesundheitsbehörden meldeten bis zum Donnerstag 122 Patienten und neun Todesfälle infolge von Mers. Es ist der grösste Ausbruch der Infektionskrankheit ausserhalb der arabischen Halbinsel, wo das Coronavirus (Mers-CoV) erstmals 2012 nachgewiesen worden war.

April-Aublick: Drei Prozent Wachstum

Im April hatte die Bank of Korea ihre diesjährige Wachstumsprognose für Asiens viertgrösste Volkswirtschaft von 3,4 auf 3,1 Prozent herabgesetzt.

(sda/ise/me)

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