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Tourismus
Terrorfolge: Pariser Hotels senken die Preise

Aufnahme vom 15. November 2015: 130 Menschen starben in dieser Nacht. Keystone

Die Attentate in Paris und Nizza hinterlassen Spuren in der Ökonomie der Republik: Touristen bleiben fern. Das reisst ein gigantisches Loch in die Kasse. Hoteliers senken nun die Preise.

Veröffentlicht am 23.08.2016

Nach einer Serie von Terroranschlägen in Frankreich senken Luxus-Hotels in und um Paris ihre Zimmerpreise. Bei Fünf-Sterne-Häusern gebe es Nachlässe zwischen 25 bis 45 Prozent, sagte der General-Direktor des Tourismus-Ausschusses der Region Paris, François Navarro, am Dienstag. Bezifferte Angaben zu anderen Hotelkategorien lagen nicht vor – insgesamt leidet aber die gesamte Branche unter den Terrorfolgen.

Vor allem ausländische Gäste machen einen Bogen um Herbergen der französischen Hauptstadt mit ihren weltbekannten Wahrzeichen Eiffelturm und den Champs-Élysées. Im ersten Halbjahr gab es bei den Ausländern im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 9,9 Prozent. «Eine Million Touristen sind nicht gekommen», bilanzierte Navarro – diese Zahl beziehe einheimische Urlauber mit ein. Die Gesamtzahl aller Touristen betrug knapp 15 Millionen.

750-Millionen-Loch

Die Einbussen für die gesamte Branche im Grossraum Paris werden auf 750 Millionen Euro im ersten Halbjahr beziffert – im gesamten Jahr könnten sie sich auf 1,5 Milliarden Euro verdoppeln. Bei dieser Rechnung werden auch Geschäfte oder Restaurants berücksichtigt, wo Touristen Geld ausgeben.

Islamistische Attentäter hatten im November vergangenen Jahres in Paris 130 Menschen getötet. Bei einem Terror-Anschlag in der Ferienmetropole Nizza kamen im Juli 86 unschuldige Menschen ums Leben.

(awp/ise/ama)

 

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