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Analyse
Trendwende: Steuern für Hochqualifizierte steigen

Passanten am Paradeplatz in Zürich: Für Hochqualifizierte steigen die Steuern wieder. (Bild: Keystone)

Unternehmen profitieren in der Schweiz weiter von sinkenden Steuersätzen. Angestellte hingegen schauen in die Röhre: Sie müssen in einigen Kantonen erstmals wieder mehr Geld an den Fiskus abgeben.

Von Mathias Ohanian
am 23.01.2014

Bisher konnten die Schweiz und einzelne ihrer Standorte die gute steuerliche Position im internationalen Standortwettbewerb halten oder gar verbessern – selbst in der Finanzkrise. Die weiteren Aussichten haben sich jedoch eingetrübt. Zu diesem Ergebnis kommt das Wirtschaftsforschungsinstitut Bak Basel in seiner heute vorgestellten Untersuchung. Darin rechnen die Wirtschaftsforscher auch, dass «die zunehmend schwierige finanzielle Situation in den Schweizer Kantonen» das Halten der vorteilhaften Position im internationalen Steuerwettbewerb erschweren dürfte.

Betroffen sind davon erstmals Hochqualifizierte. Insgesamt rangieren die Kantone Zug, Schwyz und Obwalden heute noch direkt hinter den asiatischen Spitzenreitern Singapur und Hongkong. Laut Bak-Projektleiter Beat Stamm zeichne sich bei der Besteuerung der Berufsgruppe mit einem Einkommen von rund 100'000 Euro jedoch eine Trendwende ab. Während die Steuerbelastung bis 2009 kontinuierlich sank, sei in den vergangenen vier Jahren eine Erhöhung der Steuern zu beobachten: Einerseits lag das am schwächeren Franken. Andererseits stieg die effektive steuerliche Belastung auch in Luzern, St. Gallen und Schwyz.

Die kurzfristigen Aussichten seien angesichts des kleiner werdenden finanziellen Spielraums der Kantone etwas getrübt. Insgesamt ist nach Ansicht der Bak-Forscher die starke Stellung der Kantone im internationalen Steuerwettbewerb jedoch nicht gefährdet sein.

(mit Material von sda)


 

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