Die Lichttechnik-Firma Tridonic stellt die Produktion im glarnerischen Ennenda Ende Jahr definitiv ein. 115 von 170 Beschäftigten verlieren die Stelle. Ein Entwicklungsteam wird weiter arbeiten können. Tridonic-Geschäftsführer Peter Scheiwiller sagte am Dienstag auf Anfrage, dass am Schliessungsentscheid des Produktionsbetriebes vom Mai festgehalten werde.

Die von Mitarbeitenden gemachten Vorschläge zur Rettung des Betriebs wie die Weiterführung von Kleinserien seien schon früher geprüft und verworfen worden oder passten nicht zur Strategie des Mutterkonzerns Zumtobel im österreichischen Dornbirn. Für die vom Abbau betroffenen Beschäftigten wird ein Sozialplan ausgearbeitet. In Ennenda weiter arbeiten wird nächstes Jahr ein Entwicklungsteam. Auch der Vertrieb für die Schweiz soll vom Glarnerland aus erfolgen.

Unia: Massenentlassung «willkürlich und unnötig»

Die Gewerkschaft Unia protestierte gegen den Personalabbau und schreibt, es dürften keine Arbeitsplätze dem Gewinn geopfert werden. Die Massenentlassung sei «willkürlich und unnötig» und diene nur der Gewinnmaximierung des Zumtobel-Konzerns.

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Der Grund für die Produktionsaufgabe im Glarnerland ist der Technologiewandel hin zu LED-Lichtquellen. Die am Standort in Ennenda hergestellten konventionellen HID-Vorschaltgeräte sind gemäss Tridonic einem hohen Wettbewerbsdruck und massiven Preiszerfall ausgesetzt. Mühe bereitet der Unternehmung zudem der starke Franken. Tridonic baute bereits vor zwei Jahren 30 Stellen ab.

(sda/moh)