Der Schweizer Arbeitsmarkt zeigt sich auch im fünften vollen Monat nach dem Frankenschock sehr robust. Die Zahl der Arbeitslosen sank im Juni erneut, um 3093 Personen auf noch 133'256. Die Quote beträgt neu 3,1 Prozent.

Damit hat die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte abgenommen, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) hervorgeht. Die Quote liegt im Rahmen der Erwartungen von Ökonomen.

Auch Junge finden mehr Jobs

Auch praktisch alle anderen Indikatoren deuten daraufhin, dass der Schweizer Arbeitsmarkt der ungünstigen Wechselkurssituation weiterhin gut zu trotzen vermag. So verringerte sich gegenüber dem Mai auch die Jugendarbeitslosigkeit, und zwar um 499 Personen oder 3,1 Prozent.

Insgesamt wurden 191'090 Stellensuchende registriert, 1708 weniger als im Vormonat. Gleichzeitig erhöhte sich die Anzahl offener Stellen um 558 auf 10'487. Die Zahl der Personen, die im April von Kurzarbeit betroffen waren, erhöhte sich nur leicht, um 50 Personen oder ein Prozent.

Bessere Zahlen vor einem Jahr

Das positive Bild relativiert sich indes leicht, wenn man die Juni-Zahlen mit jenen vor einem Jahr vergleicht. So erhöhte sich die Arbeitslosigkeit gegenüber Juni 2014 um 5,2 Prozent oder 6624 Personen. Auch die Jugendarbeitslosigkeit und die Zahl der Stellensuchenden stiegen im Jahresvergleich um 6,0 respektive 5,8 Prozent.

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(sda/mbü/hon)