Trotz des niedrigen Ölpreises plant die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) keine Drosselung der Fördermenge. «Wir sind nicht bereit, unsere Produktion zu reduzieren», sagte Opec-Generalsekretär Abdullah al-Badri am Donnerstag bei einem Besuch in Moskau.

Die festgelegte Fördermenge von 30 Millionen Fass (ein Fass sind 159 Liter) pro Tag sei zuletzt im Juni von den Mitgliedsländern bestätigt worden. Der Preis für Rohöl auf den Weltmärkten war bereits im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Nach einer zwischenzeitlichen Erholung ging es erneut abwärts; inzwischen ist der Preis auf seinem niedrigsten Stand seit Monaten.

Lage laut Opec ausgeglichen

Die Opec und Russland erklärten am Donnerstag gemeinsam, es gebe Hinweise auf eine «ausgeglichenere Lage» am Ölmarkt und eine Stabilisierung im kommenden Jahr. Al-Badri äusserte sich auch gelassen zur erwarteten Aufhebung der Sanktionen gegen das Opec-Mitglied Iran. «Wir sind wirklich glücklich, dass die Sanktionen gegen den Iran vorbei sein werden», sagte er.

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Analysten hatten vorhergesagt, dass die Aufhebung der Sanktionen zu Spannungen in der Opec führen könnten, weil der Iran sein Öl dann wieder problemlos international verkaufen kann und möglicherweise die Fördermenge erhöhen will. Das Ende der Finanz- und Handelssanktionen ist Teil des Mitte Juli vereinbarten Atomabkommens zwischen dem Iran und den fünf UNO-Vetomächten sowie Deutschland.

(sda/mbü/ise)