Der unter Wall-Street-Bankern gefürchtete Preet Bharara soll seinen Posten als Bundesstaatsanwalt im Bezirk südliches New York auch unter einem US-Präsidenten Donald Trump behalten. Das sagte er selbst nach einem Treffen mit Trump in New York am Mittwoch, wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten. «Wir hatten ein gutes Treffen», sagte Bharara. Auch Alabamas Senator Jeff Sessions, der Justizminister unter Trump werden soll, habe Bharara gebeten, an Bord zu bleiben. Die Personalie muss vom Senat noch bestätigt werden.

Der 2009 von US-Präsident Barack Obama ernannte Star-Staatsanwalt hat Dutzende spektakuläre Fälle angeführt. Darunter waren etwa der Prozess gegen den Milliardenbetrüger Bernard Madoff sowie gegen den Hedgefonds-Manager Raj Rajaratnam, der wegen Insider-Geschäften zu elf Jahren Haft verurteilt wurde. «Dieser Mann zerschlägt die Wall Street», titelte das «Time»-Magazin 2012.

Er prozessierte gegen Wegelin

Schweizer Banker gerieten ebenfalls ins Visier des Staatsanwalts. Beim Prozess gegen die ehemalige Schweizer Privatbank Wegelin war Bharara federführend. Das Urteil besiegelte die Existenz des St. Galler Instituts.

Auch die Prozesse gegen den Times-Square-Bomber Faisal Shahzad, den ranghohen Anführer des Terrornetzwerks Al-Kaida, Sulaiman Abu Ghaith, sowie den zu 25 Jahren Haft verurteilten russischen Waffenhändler Viktor Bout zählten zu den Fällen des in Indien geborenen Muster-Absolventen der Harvard-Universität.

(awp/mbü)

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