Die türkische Regierung rückt von ihrem Wachstumsziel ab. Das bislang erwartete Plus von 4,5 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr könne nicht erreicht werden, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Mehmet Simsek am Freitag dem staatlichen Fernsehsender TRT Haber.

Die Risiken hätten zugenommen, speziell für das laufende dritte Quartal, hiess es als Begründung. Die Regierung wolle die Konjunktur mit neuen Anreizen aber stützen.

Hochrisikoland Türkei

Nach dem gescheiterten Militärputsch im Juli und den anschliessenden politischen Turbulenzen hat die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) die Türkei als Hochrisikoland eingestuft.

Weniger Touristen nach mehreren Anschlägen, zunehmende Firmenpleiten und viele faule Kredite bei den Banken setzten dem lange boomenden Schwellenland schon vorher zu.

(reuters/ise)