Ausländische Touristen machen vor allem aus Sicherheitsgründen einen grossen Bogen um die Türkei. Im Juli brach die Zahl der Reisenden binnen Jahresfrist um fast 37 Prozent auf 3,47 Millionen ein, wie das Tourismusministerium am Mittwoch mitteilte. Ende Juni hatte es einen schweren Anschlag auf den Flughafen in Istanbul mit 45 Toten gegeben, Mitte Juli unternahmen Teile des Militärs einen Putschversuch.

Nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets im Syrienkonflikt durch die Türkei bleiben vor allem Urlauber aus Russland weg. Deren Zahl sank im Juli um rund 90 Prozent. Auch Reisende aus europäischen Ländern, Australien und Kanada hielten sich deutlich zurück. Die türkische Notenbank erklärte, fehlende Einnahmen im Tourismus dürften den Arbeitsmarkt und das Wirtschaftswachstum belasten. Jüngst hatte wegen der Entwicklungen in der Türkei der weltgrösste Tourismuskonzern TUI seine Umsatzprognose nach unten geschraubt.

(reuters/mbü/ama)