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Konjunktur

UBS-Barometer: Konzerne resistenter als KMU

Die älteste Schweizer Stuhl- und Tischmanufaktur Horgenglarus: das Barometer für KMU blieb nahezu unverändert. (Bild: Keystone)

In den meisten Branchen kommen die Grossunternehmen besser mit dieser Situation zurecht als die KMU. Das zeigt das aktuelle KMU-Barometer der UBS. In der Industrie scheint bei allen Indikatoren der Bo

Veröffentlicht am 27.09.2012

Die Schweizer Grossunternehmen zeigen sich im aktuellen konjunkturellen Umfeld resistenter als die kleineren und mittleren Unternehmen (KMU). Zudem besteht eine Spaltung der Situation zwischen den eher binnenorientierten und den exportorientierten Branchen, die weiterhin durch eine sinkende Nachfrage und den starken Schweizer Franken belastet werden. Das ist das Fazit des von der UBS veröffentlichten KMU-Barometers.

Das UBS-Industriebarometer, das aus 17 Subindikatoren berechnet wird, zeigt seit Anfang Jahr bei den Grossunternehmen eine weitere Verbesserung des wirtschaftlichen Umfeldes. Zwar ist für Mai und Juni ein leichter Rückgang sichtbar, aber das aktuelle Niveau liege immer noch höher als zu Beginn des Jahres, so die Studie.

Ähnlich sehe es auch bei den KMU aus, auch wenn sie von einem tieferen Niveau gestartet seien. Während das Barometer bei den Grossunternehmen in den letzten zwei Monaten wieder gestiegen ist, ist es bei den KMU nahezu unverändert geblieben.

Sowohl im Baugewerbe wie auch bei den Architektur- und Ingenieurbüros ist die Nachfrage in den letzten drei Monaten in beiden Segmenten gestiegen.

Zu hohes Beschäftigungsniveau in Baubranche

Erstmals seit einem Jahr gehen die Grossunternehmen im Baugewerbe allerdings davon aus, dass sie im 3. Quartal ein zu hohes Niveau an Beschäftigten haben. Die Unternehmen erwarteten offenbar rückläufige Preise für das 3. Quartal, schreibt die UBS. Auch bei den Architektur- und Ingenieurbüros seien die Erwartungen für die Preise tiefer als bei den KMU.

Der Dienstleistungssektor profitiert weiterhin von der konstant hohen Binnennachfrage, hier stiegen alle Indikatoren. Bei den KMU werden jedoch im 3. Quartal etwas sinkende Preise erwartet. In diesem Bereich sei auch der Unterschied zwischen den beiden Unternehmensgrössen geringer als im Industriesektor, schreibt die UBS.

Im Tourismus hat sich die Situation trotz des starken Frankens auf tiefem Niveau stabilisiert. Eine Ausnahme bildet die Nachfrage bei den Grossunternehmen, wo nach zwei rückläufigen Quartalen erstmals wieder ein Anstieg verzeichnet wurde.

(aho/jev/awp)

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