Die UBS geht trotz drohendem Grexit weiterhin davon aus, dass die Schweizer Wirtschaft im laufenden Jahr um 0,5 und im kommenden Jahr um 1,1 Prozent wachsen wird. Zur Begründung verweist die Grossbank auf die EZB und die gute Konjunktur in der EU.

«Es ist für uns nicht entscheidend, ob es einen Austritt Griechenlands aus der Währungsunion, einen Grexit, gibt oder nicht», sagte UBS-Schweiz Chefökonom Daniel Kalt auf Anfrage. Entscheidend sei, wie er ablaufe. Dabei gehe die UBS davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Ansteckungseffekte im Rest der Eurozone minimal halten könne.

Stabile Prognosen

Die UBS belässt darum ihre Wachstumsprognosen für die Schweizer Wirtschaft bei +0,5 Prozent für das laufende und +1,1 Prozent für das kommende Jahr. Ebenso unverändert bleiben die Vorhersagen der UBS für Teuerung (2015: -1,0 Prozent, 2016: 0,2 Prozent) und die Arbeitslosigkeit (2015: 3,6 Prozent, 2016: 3,5 Prozent).

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Kalt begründete diese Zuversicht zudem mit der guten Konjunktur in EU. «Europa ohne Griechenland befindet sich in einer schönen Erholungsphase», sagte er. Das unterscheide die jetzige Situation von derjenigen der ersten starken Frankenaufwertung in den Jahren 2009 bis 2011, als die Weltwirtschaft im Nachgang zur Finanzkrise in einer Rezession gesteckt habe.

Aktuell in einer Rezession

Aktuell befindet sich laut Kalt auch die Schweiz in einer Rezession, da die Schweizer Wirtschaft voraussichtlich nach dem ersten auch im zweiten Quartal geschrumpft ist. Im laufenden Quartal erwartet die UBS jedoch, dass sie wieder zum Wachstum zurückfindet

(sda/mbü/ama)