Die UBS bleibt dabei: Die Schweizer Wirtschaft wird in diesem Jahr um 1 Prozent und im nächsten Jahr um 1,4 Prozent zulegen. Damit bestätigt die Grossbank ihre Wachstumsprognosen vom August.

Damals hatte die UBS die Prognosen aufgrund von guten Konjunkturzahlen erhöht. Seitdem hat sich die wirtschaftliche Situation der Schweiz gemäss UBS jedoch nicht wesentlich verändert.

Gleichbleibende Negativzinsen

So geht die Grossbank weiterhin davon aus, dass sich die leichte Erholung des Bruttoinlandproduktes (BIP) im zweiten Halbjahr fortsetzt, wie sie am Donnerstag mitteilte. Getrieben werde dieses Wachstum nach wie vor durch den soliden Privatkonsum, die Investitionen der Unternehmen und den Exporten. Bremsend dagegen wirke der voraussichtliche leichte Anstieg der Arbeitslosenrate und der starke Franken.

Im Hinblick auf eine allfällige weitere Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB), erwarten die UBS-Ökonomen keine Verschärfung der Negativzinsen durch die Schweizerische Nationalbank (SNB). Sollte der Euro-Wechselkurs weiterhin ohne grosse Interventionen der SNB zwischen 1,07 und 1,10 Franken gehalten werden können, dürfte die Nationalbank von stärker negativen Zinsen absehen, lässt sich Daniel Kalt, Chefökonom UBS Schweiz, in der Mitteilung zitieren.

Weitere Frankenaufwertung verhindert

Kalt begründet seine Prognose einerseits mit dem Hinweis auf die bereits vorhandenen unerwünschten Nebenwirkungen der Negativzinsen wie die Hortung von Bargeld und tiefen Zinsen für Pensionskassen. Anderseits habe die Nationalbank bereits mit den bestehenden Mitteln und ohne nicht nachhaltigem Aufwand eine weitere Frankenaufwertung verhindern könne, selbst nachdem die EZB Ende Oktober weitere Lockerungsmassnahmen in Aussicht gestellt habe.

(sda/dbe/ama)

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