Die Aussichten für die Schweizer Wirtschaft haben im April überraschend einen Dämpfer erhalten. Das KOF-Konjunkturbarometer sank auf 102,0 Punkte von revidiert 106,3 Zählern im Monat davor, wie die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich am Mittwoch mitteilte. Ökonomen hatten im Schnitt einen Anstieg auf 106,8 Punkte prognostiziert.

«Die Schweizer Konjunktur entwickelt sich weiterhin günstig», wie die KOF-Experten erklärten. «Allerdings könnte der Anstieg in der nächsten Zeit etwas weniger kraftvoll ausfallen.» Das internationale Umfeld habe sich leicht aufgehellt, das genüge momentan allerdings nicht, um der Schweizer Industrie zusätzlichen Schub zu geben.

Leichte Schwäche im Bankensektor

Die Exporterwartungen seien oftmals weniger optimistisch als in den vergangenen Monaten. Auch der Bankensektor zeige eine leichte Schwäche. Unterstützt werde die Konjunkturentwicklung weiterhin durch die inländische Nachfrage.

(reuters/me/sim)

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