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Rückgang
Uhrenexporte: Die fünf fetten Jahre sind vorbei

Eine Erfolgsserie geht zu Ende: Fünf Jahre in Folge konnten die Schweizer Uhrenkonzerne ihre Exporte steigern – doch 2015 resultierte ein Minus. Besonders in einem Segment lief das Geschäft schlecht.

Veröffentlicht am 26.01.2016

Die Schweizer Uhrenexporte sind im Dezember um 3,8 Prozent gefallen. Sie litten unter einem Rückgang der Lieferungen nach Hongkong und schlossen das Jahr 2015 mit ihrem ersten Minus auf Jahressicht seit sechs Jahren ab.

Im gesamten Jahr seien die Auslieferungen um 3,3 Prozent auf 21,5 Milliarden Franken zurückgegangen, teilte die Eidgenössische Zollverwaltung weiter mit. Im Vorjahr gab es demnach einen Anstieg um 1,9 Prozent - damals erreichten die Verkäufe mit 22,3 Milliarden Franken einen Rekordwert. Zuvor hatte es zuletzt 2009 einen Rückgang gegeben, als die Exporte um 22 Prozent einbrachen.

Experten erwarten ein Wachstum

Die Schweizer Uhrenindustrie hat derzeit zu kämpfen. Weltweit verzeichnen die Aktienmärkte Verluste, und wegen der Terroranschläge von Paris kommen weniger wohlhabende asiatische Touristen nach Europa, die teure Uhren kaufen. In diesem Jahr werden die Auslieferungen um zwei Prozent zunehmen, lautete die mittlere Erwartung aus einer Bloomberg-Umfrage unter elf Analysten.

Während die Exporte nach Hongkong im Dezember um 21 Prozent einbrachen, verzeichnete China einen Anstieg um 5,5 Prozent aufgrund eines günstigeren Vergleichswerts im Vorjahr, wie es von der Behörde weiter hiess. Am stärksten seien mit minus 15 Prozent die Einbussen bei Uhren in der Preisklasse von 200 Franken bis 500 Franken ausgefallen.

(bloomberg/mbü)

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