Die Gewerkschaft Unia fordert eine schnelle Anhebung des Euro-Mindestkurses auf 1,25 Franken. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) solle die Gelegenheit beim Schopf packen und mit einer neuen Wechselkursuntergrenze die Arbeitsplätze in den vom Frankenkurs abhängigen Branchen schützen, schrieb die Unia.

Mit einem solchen Schritt würden insbesondere das Gastgewerbe und die Maschinenindustrie gestärkt, welche im ersten Quartal Umsatzrückgänge vermelden mussten. Da der Wechselkurs des Frankens in den letzten Tagen auf über 1,25 Franken geklettert sei, habe die SNB die Möglichkeit, per sofort eine neue Wechselkursuntergrenze zum Euro festzulegen.

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Die gleiche Forderung hat die Unia bereits im Januar an die SNB gerichtet, als der Franken-Euro-Wechselkurs sich auf ähnlich hohem Niveau wie gegenwärtig bewegte. In Zeitungsinterviews hatte SNB-Vizepräsident Jean-Pierre Danthine damals der Forderung eine Absage erteilt und gesagt, der Mindestkurs sei eine ausserordentliche Massnahme und nicht für die Feinsteuerung des Wechselkurses bestimmt.

(jev/sda)