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Rohstoffe
Unruhen in Ägypten treiben Ölpreis

Ein Frachtschiff auf dem Suezkanal: Dank Militärschutz ist dieser derzeit nicht gefährdet. (Bild: Keystone)

Durch die Ausschreitungen in Ägypten klettert der Ölpreis nach oben. Der nun verhängte Ausnahmezustand hat zudem eine baldige Entspannung unmöglich gemacht.

Veröffentlicht am 15.08.2013

Die verschärfte Lage in Ägypten hat die Ölpreise nach oben getrieben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete im Mittagshandel 111,20 US-Dollar. Das waren 91 Cent mehr als am Vortag. Dies ist der höchste Stand seit über viereinhalb Monaten. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI kletterte um 83 Cent auf 107,69 Dollar.

In Ägypten wurde nach heftigen Zusammenstössen zwischen Anhängern des gestürzten Präsidenten Mursi und Sicherheitskräften der Ausnahmezustand verhängt. «Eine baldige Entspannung der Lage in diesem für die Stabilität der gesamten Region wichtigen Land ist dadurch unmöglich geworden», schreibt die Commerzbank in einem Kommentar.

Suezkanal gesichert

Beeinträchtigungen des Öltransports durch den Suezkanal seien zunächst aber nicht zu befürchten, da dieser durch das Militär geschützt werde, schreibt die Commerzbank. Die Risikoprämie auf den Ölpreise dürfte jedoch weiter steigen. Am Nachmittag droht eine neue Eskalation, da die Muslimbrüder einen Marsch durch Kairo angekündigt haben.

Auch die ausbleibenden Öllieferungen aus Libyen stützten laut Händlern die Ölpreise. Es zeichnet sich kein Ende der Streiks in den dortigen Exporthäfen ab. Eine Wiederaufnahme der Ausfuhren zeichne sich nicht ab.

(jev/tno/awp)

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