Neu aufgekeimte Unsicherheit über die Geldpolitik der US-Notenbank Fed dürften zum Wochenschluss die Anleger an der Schweizer Börse bremsen. Die Bank Julius Bär berechnete den SMI vorbörslich um 0,2 Prozent tiefer mit 8219 Punkten. Der SMI Future notierte kurz nach Handelsstart unverändert auf 8250 Zählern.

Einige Marktteilnehmer befürchten, dass die Fed die Ära des billigen Geldes früher als erwartet beenden könnte obwohl sie die US-Konjunkturaussichten pessimistisch einschätzt und die Wirtschaft weiter mit Anleihenkäufen unterstützen will. Die Fed betonte mehrfach, sie wolle Geldschleusen solange offen halten, wie die Arbeitslosenquote über 6,5 Prozent verharrt.

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Händler erwarten in der nächsten Zeit ein nervöses und volatiles Geschäft. Sämtliche Konjunkturzahlen dürften genau analysiert werden.

Auf Credit Suisse und UBS kommt neues Ungemach zu. Der verstaatlichte Immobilienfinanzierer Fannie Mae hat in den USA neun Banken, darunter die Schweizer Grossbanken, verklagt. Fannie Mae wirft ihnen unerlaubte Zusammenarbeit zur Manipulation des Interbanken-Zinssatzes Libor vor und fordert insgesamt mehr als 800 Millionen Dollar an Entschädigung.

Die Zürcher Kantonalbank will ihre Beteiligung von knapp 27 Prozent an der Ascom Holding loswerden. Die Zürcher Staatsbank hat für institutionelle Anleger ein abgekürztes Bieterverfahren eröffnet. Die Preisspanne erstreckt sich von 12,50 bis 12,60 Franken. Die Bücher werden um 08.30 Uhr geschlossen. Die Ascom-Aktie stieg gestern im 1,13 Prozent auf 13,40 Franken.

Die UBS plant die Gründung einer eigenen Schweizer Tochtergesellschaft. Das steht laut «NZZ» im jüngsten Geschäftsbericht. Eine eigene Schweizer Tochtergesellschaft soll im Krisenfall die Weiterführung systemrelevanter Teile erleichtern.

Oerlikon erhält mit vom Elektrotechnikkonzern ABB kommenden Manager Brice Koch einen neuen Konzernchef. Der 49 Jahre alte Koch wird sein Amt im Laufe des ersten Quartals antreten. Jürg Fedier, der das Unternehmen seit dem 14. März 2013 als Interims-CEO geführt hat, wird sich wieder auf seine Aufgabe als Finanzchef konzentrieren.

Beim dem im Sommer in die Wege geleiteten Verkauf der Sulzer-Oberflächen-Tochter Metco gibt es möglicherweise Bewegung. In Londoner Bankenkreisen hiess es, Banken würden für Interessenten ein Finanzierungspaket zusammenstellen, das etwa dem 5,5 bis sechsfachen des Metco-EBITDA von rund 98 Millionen Franken entspricht.

(reuters/tke/aho)