Der vierteljährlich berechnete KOF-Beschäftigungsindikator ist im Juli auf -2,0 von +0,5 im April gesunken. Der Rückgang des Indikators sei hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die Unternehmen nicht mehr mit einem künftigen Beschäftigungsaufbau rechneten wie noch im April, hält die KOF in einer Mitteilung fest. Sie gehen nun eher davon aus, dass sie die Zahl der Beschäftigten konstant halten werden. Der Bestand an Beschäftigten wird hingegen gleich eingeschätzt wie vor drei Monaten.

Die leicht negativen Impulse auf die Beschäftigungsentwicklung stammen dabei aus der Industrie, dem Gastgewerbe, den Banken und dem Transportwesen. Die branchenspezifischen Ergebnisse deuten laut KOF darauf hin, dass sich die Beschäftigungsentwicklung auch in den nächsten drei Monaten je nach Branche stark unterscheiden wird.

Nach Branche verschieden

So sei insbesondere in der Industrie und im Transportwesen, aber weiterhin auch bei den Banken und im Gastgewerbe mit einem Stellenabbau zu rechnen. Im Versicherungswesen und möglicherweise auch im Detailhandel sowie in einigen Branchen des Dienstleistungssektors dürften hingegen Stellen geschaffen werden. Im Baugewerbe stagniert die Zahl der Beschäftigten den Angaben zufolge auf hohem Niveau.

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Der KOF Beschäftigungsindikator ermöglich laut KOF eine frühe Einschätzung der Lage auf dem Schweizer Arbeitsmarkt, da er vorweg nimmt, wie sich die gesamtschweizerische Beschäftigungsentwicklung in den nächsten drei Monaten verändern wird. Er wird aus Umfragen bei Schweizer Unternehmen ermittelt und basiert auf Angaben der Unternehmen darüber, ob sie ihren Bestand an Beschäftigten als zu gross, zu klein oder passend einschätzen und ob sie planen, Stellen in den kommenden drei Monaten aufzubauen oder abzubauen.

(rcv/aho/awp)