Die Schweizer Uhrenexporte sind im Monat Januar 2014 weiter gestiegen. Das Jahr habe «ausgezeichnet» begonnen, wobei bereits im Vergleichsmonat 2013 ein «bemerkenswertes Niveau» erreicht worden sei, kommentiert der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) in einer Mitteilung am Donnerstag.

Gegenüber dem Vorjahr wuchsen die Exporte nominal um 5,6 Prozent auf 1,56 Milliarden Franken, real lag das Plus bei 5,0 Prozent, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) mitteilte. Im Monat Dezember stiegen die Exporte um 3,8 Prozent, nachdem sie im November um 0,5 Prozent tiefer lagen und Oktober mit 1,1 Prozent zugelegt hatten. Im Gesamtjahr 2013 hatten die Uhrenausfuhren einen Wert von 21,84 Milliarden Franken erreicht, was gegenüber 2012 einem nominalen Anstieg um 1,9 Prozent entsprach. Real gingen die Exporte dagegen um 0,2 Prozent zurück.

Stahluhren im Trend

Besonders gefragt waren nach Angaben der FH Stahluhren sowie die Kombination von Gold und Stahl. Der Wert der Stahluhren stieg im Berichtsmonat um 4,3 Prozent auf 571,8 Millionen Franken. Gefragt waren dabei teurere Modelle, nahm doch der mengenmässige Absatz um 2,9 Prozent auf 1,14 Millionen ab. Der Wert von Gold/Stahl-Uhren wuchs um fast 11 Prozent auf 281,0 Millionen, wobei mit 102'300 knapp 17 Prozent mehr Einheiten abgesetzt wurden. Der Absatz von Gold-Uhren sank indessen um 0,1 Prozent auf 500,8 Millionen bezeihungsweise um 9,2 Prozent auf 33'700 Stück. Insgesamt wurden im Januar 2,18 Millionen Armband-Uhren (plus 2,5 Prozent) im Wert von 1,47 Milliarden (plus 4,6 Prozent) exportiert.

Anzeige

Unter den einzelnen Preiskategorien verzeichneten die Uhren mit Exportpreisen von weniger als 200 Franken im Berichtsmonat einen leichten Rückgang. Substanzieller seien die Exporte in der Kategorie 200 bis 3'000 Franken gewachsen, was sowohl die Stückzahlen als auch den Gesamtwert der Exporte betreffe, heisst es weiter. Eine bedeutende Rolle hätten die Ausfuhren von Uhren im Exportwert von über 3'000 Franken je Stück gespielt, deren Ausfuhrwert um 4,0 Prozent zugenommen habe.

Unterschiedliche Entwicklungen nach Regionen

In den Haupt-Exportmärkten zeigten sich in der Berichtsperiode unterschiedliche Entwicklungen. Während der Hauptabsatzmarkt Hongkong im Januar einen Rückgang um 7,7 Prozent auf 291,1 Millionen Franken verzeichnete, legte der zweitgrösste Markt - die USA - um fast 23 Prozent auf 178,7 Millionen zu. China als Exportmarkt Nummer drei wuchs um 1,8 Prozent auf 110,2 Millionen.

Kräftige Zuwachsraten zeigten sich zudem gemäss der FH-Statistik bei den Ausfuhren nach Japan (plus 17 Prozent auf 91,3 Millionen Franken) und in die Vereinigten Arabischen Emirate (plus 31 Prozent auf 85,5 Millionen). Demgegenüber sanken die Exporte nach Deutschland etwas (minus 2,1 Prozent auf 90,6 Millionen).

Unter den weiteren wichtigsten zehn Märkten wuchsen noch die Exporte nach Grossbritannien (plus 9,4 Prozent auf 63,6 Millionen), während die Ausfuhren nach Singapur (minus 1,9 Prozent auf 82,5 Millionen), Frankreich (minus 5,8 Prozent auf 80,1 Millionen) und Italien (minus 9,0 Prozent auf 72,3 Millionen) sanken.

(awp/gku/me)