Vor der mit Spannung erwarteten US-Wahl hält der Boom am Arbeitsmarkt an. Private Firmen und der Staat schufen im Oktober insgesamt 161'000 Stellen, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte.

Fachleute hatten mit 175'000 gerechnet. Die Erwerbslosenquote fiel leicht auf 4,9 Prozent. Positive Signale kamen auch von der Lohnentwicklung: Sowohl im Monats- als auch im Jahresvergleich zogen die durchschnittlichen Stundenlöhne im Oktober spürbar an. Zum Vormonat wuchsen sie um 0,4 Prozent, zum Vorjahresmonat um 2,8 Prozent. Die Jahresrate liegt so hoch wie letztmalig im Jahr 2009.

Fed braucht noch einige Hinweise

Die praktische Vollbeschäftigung ist eines der erklärten Ziele der US-Notenbank Fed. Diese dürfte nun im Dezember erstmals seit einem Jahr den Leitzins anheben.

Seit Ende 2015 liegt dieser in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent. Vor einer Zinserhöhung will die Fed noch einige Hinweise sehen, dass es auf dem Weg zu Vollbeschäftigung und stabilen Preisen vorangeht.

Unsicherheitsfaktor bleibt

Während die Inflationsrate zuletzt noch etwas unter dem Ziel der Notenbank von 2 Prozent blieb, dürfte das Arbeitsmarktziel abgehakt sein.

Allerdings könnte der Ausgang der Wahl der Fed laut Experten einen Strich durch die Rechnung machen – etwa, falls der republikanische Kandidat Donald Trump gewinnen sollte. Er will die USA wirtschaftlich abschotten und gilt als Börsenschreck.

(sda/jfr)

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