Die US-Detailhändler haben überraschend im Juni weniger Umsatz gemacht. Die Erlöse gingen um 0,3 Prozent zum Vormonat zurück, wie das Handelsministerium am Dienstag mitteilte. Ökonomen hatten mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet, nachdem es im Mai ein Plus von 1,0 Prozent gegeben hatte.

Die Autoverkäufe gingen im Juni um 1,0 Prozent zurück. Lange Gesichter gab es auch in Möbelhäusern, wo die Umsätze um 1,6 Prozent einbrachen - das grösste Minus seit Januar 2014.

Starker Dollar macht sich bemerkbar

Der Detailhandel macht etwa 30 Prozent des privaten Konsums in den USA aus. Dieser wiederum steht für rund 70 Prozent der Wirtschaftskraft. Wegen des starken Dollar und des strengen Winters war die weltgrösste Volkswirtschaft zu Jahresbeginn leicht geschrumpft. Im zweiten Quartal dürfte die Konjunktur nach Ansicht von Experten jedoch wieder Fahrt aufgenommen haben.

(sda/mbü/ama)