Die drohende Zahlungsunfähigkeit der USA hält die Anleger weiterhin in ihrem Bann. Händler erwarteten an der Zürcher Börse am Freitag keine stärkeren Kurssauschläge. «Solange sich keine Lösung im US-Haushaltsstreit abzeichnet, dürften sich die Anleger zurückhalten», sagte ein Börsianer. Vor dem Wochenende sei die Risikobereitschaft ohnehin nicht sehr gross. Die Bank Julius Bär berechnete den SMI mit 8062 Punkten praktisch unverändert. Der SMI Future notierte kurz nach Handelsstart um 0,1 Prozent leichter auf 8054 Zählern.

Impulse sind weiter dünn gesät. Am Nachmittag werden in den USA die Angaben zu den persönlichen Einahmen und Ausgaben sowie der Konsumentenvertrauensindex der Universität Michigan veröffentlicht. Am Vortag hatten ermutigende Wachstums- und Arbeitsmarktdaten aus den USA die Märkte unterstützt.

Der Nahrungsmittelkonzern Nestle sucht Insidern zufolge nach einem Käufer für seinen Energieriegel-Hersteller PowerBar. Der Verkauf könnte mehrere Hundert Millionen Dollar bringen. Nestle lehnte eine Stellungnahme ab.

Das Softwarehaus Crealogix spürt die IT-Ausgaben-Zurückhaltung bei den Banken. Der Jahresumsatz stieg leicht auf knapp 50 Millionen Franken. Der Gewinn ging zurück. Bei Schweizer Banken sei der Spardruck stärker als bei Häusern in Deutschland.

Der monatelange Machtkampf beim deutsch-schweizerischen Edelstahlhersteller Schmolz + Bickenbach ist mit der Wahl eines neuen Verwaltungsrates endgültig beendet. Die Aktionäre wählten mit deutlicher Mehrheit die vom russischen Investor Vekselberg und den Gründerfamilien vorgeschlagenen sieben Kandidaten in den Verwaltungsrat. Die Aktionäre haben zudem einer Kapitalerhöhung mit grosser Mehrheit zugestimmt.

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(reuters/chb/aho)