Die US-Firmen haben im August weniger neue Jobs geschaffen als erwartet. Insgesamt entstanden 190'000 Stellen, wie der private Arbeitsvermittler ADP am Mittwoch zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit 201'000 neuen Arbeitsplätzen gerechnet. Zugleich wurde der Vormonatswert um 8000 auf 177'000 Stellen nach unten revidiert.

Experten erwarten nun mit Spannung den am Freitag anstehenden Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, für den Ökonomen ein Plus von 220'000 Jobs veranschlagen. Anders als in der ADP-Umfrage sind darin auch die staatlichen Stellen enthalten. Die Daten gelten als besonders wichtig, weil die US-Notenbank Fed vor einer Zinserhöhung eine weitere Verbesserung am Arbeitsmarkt sehen möchte.

Spekulationen um Zinswende

Zuletzt waren angesichts der Turbulenzen an den chinesischen Börsen Zweifel aufgekommen, dass die Fed die Abkehr von der Politik des billigen Geldes bereits im September einleiten wird. Der Notenbanker Eric Rosengren gab diesen Spekulationen neue Nahrung. Es mache aus ökonomischer Sicht kaum einen Unterschied, ob die Zinswende nun einige Monate früher oder später komme, sagte der Präsident der Fed von Boston. Die Fed hält die Zinsen seit dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise Ende 2008 auf dem historisch niedrigen Niveau von null bis 0,25 Prozent. 

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(reuters/dbe/ama)