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US-Notenbanker will Grossbanken zurechtstutzen

Neel Kashkari: Seit Januar arbeitet er mit Fed-Chefin Yellen zusammen. Keystone

Der neuste US-Notenbanker nimmt die Grossbanken ins Visier: Neel Kashkari will die Mammut-Institute zerschlagen – in ihrer jetzigen Grösse seien die Banken ein Risiko fürs Finanzsystem.

Veröffentlicht am 16.02.2016

Das neueste Mitglied der US-Notenbank Fed, Neel Kashkari, hat einen radikalen Umbau der US-Grossbanken angemahnt. Der Kongress müsse auch erwägen, die führenden Institute zu zerschlagen, um Risiken für die US-Wirtschaft abzufedern, sagte der Chef der Fed von Minneapolis am Dienstag. Die grössten Banken der USA seien immer noch zu gross, um zu scheitern. Daher gehe von ihnen eine erhebliche Gefahr aus. Es müssten kleinere und weniger vernetzte Institute entstehen, die nicht systemrelevant seien.

Um eine Wiederholung der Finanzkrise zu verhindern, waren in den USA neue Regelungen für Banken erlassen worden, die unter dem Namen Dodd-Frank bekannt wurden. Dodd-Frank gehe nicht weit genug, erklärte Kashkari, der früher Staatssekretär im US-Finanzministerium und davor Manager bei der Investmentbank Goldman Sachs war. Mit umfassenden Reformen müssten die bestehenden Probleme ein für alle Mal ausgeräumt werden, auch wenn derzeit keine neue Krise aufziehe. Der Kongress müsse den Banken vorschreiben, ausreichend Kapital zu halten, um einen Zusammenbruch zu verhindern.

Kashkari ist seit Januar im Amt

Seinen Posten bei der Fed übernahm Kashkari im vergangenen Monat, zwei Wochen nachdem die Notenbank zum ersten Mal seit rund zehn Jahren die Leitzinsen wieder angehoben hatte.

(reuters/mbü)

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