Die US-Wirtschaft ist in etwas besserer Form als bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt legte von April bis Juni aufs Jahr hochgerechnet um 3,9 Prozent zu, wie das Handelsministerium am Freitag mitteilte. Bislang war von einem Plus von 3,7 Prozent die Rede.

Die Revision wurde notwendig, weil die Konsum- und Bauausgaben etwas kräftiger zulegten als zunächst ermittelt.

Zinswende im Oktober oder Dezember?

US-Notenbankchefin Janet Yellen bezeichnete die konjunkturellen Aussichten am Donnerstag als «solide». Die jüngsten Entwicklungen der Weltwirtschaft und an den Finanzmärkten würden die Politik der Fed wohl nicht massgeblich bestimmen, ergänzte Yellen.

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Die US-Währungshüter hatten vorige Woche aus Sorge vor einem Abflauen der Weltwirtschaft eine Zinserhöhung erneut vertagt. Nun könnte die Zinswende im Oktober oder Dezember eingeleitet werden.

Lage in China beruhigt sich

Beruhigende Töne kamen am Freitag auch aus China. Das Wachstum der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt wird sich nach Ansicht der Statistiker in Peking vorerst nicht weiter abkühlen. Der Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts könne im dritten Quartal zwar von der im Frühjahr erreichten Zahl von sieben Prozent etwas abweichen, sagte der Sprecher des nationalen Statistikbüros am Freitag. »Aber die Veränderung nach oben oder unten wird nicht gross sein.»

Das Wachstum der Wirtschaft laufe weiter in einer «angemessenen Spanne». Die Regierung werde ihr Ziel einer Zuwachsrate von sieben Prozent im gesamten Jahr erreichen.

(sda/dbe/ama)