Die US-Wirtschaft ist Ende 2012 stärker gewachsen als zunächst angenommen. Wie das Handelsministerium mitteilte, wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) einer dritten Schätzung zufolge von Oktober bis Dezember auf das Jahr hochgerechnet um 0,4 Prozent.

Zunächst hatte das Ministerium in einer ersten Schätzung eine Rate von minus 0,1 Prozent errechnet, danach war es von einer Rate von plus 0,1 Prozent ausgegangen. Insbesondere Investitionen und Exporte fielen nun etwas besser aus. Trotz der Revision ist dies jedoch der kleinste Zuwachs seit Anfang 2011. Im dritten Quartal war die US-Volkswirtschaft noch mit einer Jahresrate von 3,1 Prozent gewachsen.

Die Industriestaaten-Organisation OECD rechnet mit einem starken Comeback zu Jahresbeginn: Im ersten Quartal soll das BIP um 3,5 Prozent zulegen. Die lockere Geldpolitik scheine auf die Realwirtschaft durchzuschlagen, während der private Konsum an Schwung gewinne, orakeln Analysten. Die US-Notenbank Fed will ihren Leitzins bei Null halten, solange die Arbeitslosenquote über 6,5 Prozent verharrt - aber nur wenn keine Inflationsgefahr droht.

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Grund für das relativ geringe Wachstum zum Jahresende waren geringere Rüstungsausgaben. Denn die unter Sparzwang stehende Regierung strich diese um etwa einen Fünftel zusammen. Wegen der Schuldenkrise in Europa fielen zudem die Exporte um 2,8 Prozent. Dagegen stiegen die Konsumausgaben der US-Amerikaner - die etwa 70 Prozent der Wirtschaftsleistung ausmachen - um 1,8 Prozent. Insgesamt betrug die BIP-Zunahme im Gesamtjahr 2,2 Prozent (2011: 1,8 Prozent).

(muv/jev/sda)