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USA: Schwache Konjunktur könnte Zinswende verzögern

US-Notenbank Federal Reserve in Washington: Die Währungshüter sind beunruhigt. Keystone

Die globale Konjunktur kommt nicht in Schwung. Das beunruhigt Vertreter der US-Notenbank Federal Reserve. Die Zinsen könnten daher noch länger als erwartet tief bleiben.

Veröffentlicht am 12.10.2014

Der globale Konjunkturabschwung könnte nach Einschätzung von führenden Vertretern der US-Notenbank Federal Reserve die allgemein für nächstes Jahr erwartete Zinserhöhung hinauszögern. «Wenn das Wachstum im Ausland schwächer ausfällt, könnte das dazu führen, dass der Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik länger als üblich dauert», sagte Fed-Vizepräsident Stanley Fischer am Samstag am Rande der Herbsttagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds in Washington.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte vor kurzem seine Prognose für die globale Konjunktur leicht auf 3,3 Prozent in diesem und 3,8 Prozent im nächsten Jahr gesenkt.

«Ich bin besorgt»

Ins gleiche Horn stiess Fed-Gouverneur Daniel Tarullo. «Ich bin über das weltweite Wirtschaftswachstum besorgt. Es gibt mehr Abwärts- als Aufwärtsrisiken», sagte er. Diese Entwicklung müsse die Fed bei ihrer Geldpolitik berücksichtigen.

Fed-Mitglied Charles Evans sagte, dass ein Anstieg des Dollar und ein schwaches Wachstum im Ausland eine niedrigere Inflation in den USA verursachen könnten. Damit wäre auch eine Zinserhöhung weniger gerechtfertigt. Unter den stimmberechtigten Mitgliedern im Fed-Offenmarktausschuss gilt Evans jedoch als einer der entschiedensten Vertreter für eine expansiven Geldpolitik zur Stützung der Wirtschaft.

Seit 2008 eine Nullzinspolitik

Die Zinswende wird für etwa Mitte 2015 erwartet. Die Notenbank betreibt seit Ende 2008 eine Nullzinspolitik, um die Wirtschaft anzukurbeln und den Arbeitsmarkt auf Touren zu bringen.

(reuters/dbe)

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