Nach einem starken ersten Halbjahr erwarteten die Marktteilnehmer einen verhaltenen Start in die zweite Jahreshälfte. Seit Jahresanfang hat der Leitindex SMI 12,6 Prozent gewonnen. Es werde sich zeigen, ob die Anleger zu Beginn der zweiten Jahreshälfte frisches Kapital investieren oder ob sie sich nach dem Schrecken, den die US-Notenbank Fed den Märkten versetzt hat, nicht eher mit Neuengagements zuwarten oder gar Gewinne mitnehmen, sagte ein Händler.

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Fed-Chef Ben Bernanke hatte in der vergangenen Woche das Signal für eine geldpolitische Wende gegeben und die Märkte damit in Turbulenzen gestürzt. Mehrere Fed-Vertreter relativierten in den vergangenen Tagen aber die Äusserungen ihres Chefs und konnten so die Wogen wieder etwas glätten.

Impulse waren zunächst dünn gesät. Firmenergebnisse stehen erst in den kommenden Wochen auf dem Programm. Im Laufe der Woche werden aber zahlreiche US-Konjunkturdaten, darunter die wöchentliche und die monatliche Arbeitslosenstatistik veröffentlicht. Die USA begehen am Donnerstag den Nationalfeiertag.

Der Machtkampf bei Schmolz + Bickenbach geht weiter. Die Beteiligungsgesellschaft Renova hat von der Erbenfamilie des Stahlherstellers ein 20 Prozent-Paket übernommen und legt ein Pflichtangebot vor. Verwaltungsratpräsident Zehnder wirft das Handtuch. Die am Freitag beschlossene Kapitalerhöhung um 330 Millionen Franken ist vorerst blockiert. Der Bezugsrechtshandel kann nicht wie geplant am Dienstag beginnen.

Der Milchverarbeiter Emmi übernimmt den italienischen Dessertehrsteller Rachelli mit einem Umsatz von etwa 25 Millionen Euro. Der Kaufpreis wurde nicht genannt.

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(tke/reuters)