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Entschädigung
Valcke forderte Millionen von der Fifa

Der geschasste Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke wollte seinen Abgang vergolden. Von seinem Arbeitgeber verlangte er 8 Millionen Franken. Das ergaben Recherchen der «Handelszeitung».

Von Stefan Barmettler
am 23.09.2015

Jérôme Valcke, suspendierter Fifa-Generalsekretär, hat gemäss «Handelszeitung»-Recherchen im Rahmen einer Auflösungsvereinbarung 8 Millionen Franken vom Arbeitgeber verlangt. Die Verhandlungen sollen bereits Anfang September, zwei Wochen vor seiner Suspendierung, stattgefunden haben. Die millionenhohe Abgangsentschädigung ist ihm vom Audit-Komittee unter Domenico Scala verweigert worden.

Valcke war letzten Donnerstag Abend von seinem Amt suspendiert worden. Der Fifa-Topmanager war im Privatjet auf dem Weg nach Moskau, als das Flugzeug zur dringenden Sitzung nach Zürich zurückbeordert wurde. Valcke hätte auf dem Roten Platz in Moskau anlässlich der Feier «1000 Tage bis zur WM» auftreten sollen. Intern war Valcke längst umstritten, auch die US-Justiz drängte auf seine Ablösung.

Blatter spekuliert offenbar auf längere Amtszeit

Fifa-Chef Joseph Blatter hat an einem Personalmeeting vor wenigen Tagen verkündet, dass er «zumindest» bis zum 26. Februar 2016 Präsident sein werde. Insgeheim hofft er offenbar noch immer, dass Widersacher Michel Platini am Kongress Ende Februar keine Mehrheit erreicht und er seine Amtszeit fortführen kann.

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