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Verdienst
Beim Lohn ist die Schweiz 2018 fast Schlusslicht

Vielen Schweizern bleibt 2018 nicht mehr im Portemonnaie. Sonst gibt es fast überall in Europa heuer mehr Lohn.

Veröffentlicht am 09.01.2018

Beim Lohn wird die Schweiz dieses Jahr fast von allen anderen europäischen Ländern abgehängt. Zwar dürfen sich viele Angestellte hierzulande 2018 über eine Lohnerhöhung freuen. Wegen der Teuerung und den steigenden Krankenkassenprämien bleibt aber vielen nicht mehr Geld im Portemonnaie.

Am stärksten stiegen die Löhne in der Pharmaindustrie oder im Maschinenbau, schätzte die UBS im vergangenen Oktober. Real – unter dem Strich – dürfte der Verdienst in der Schweiz laut UBS um mickrige 0,1 Prozent steigen – die OECD geht gar von einer Nullrunde aus, wie die Grafik des Datenanbieters Statista zeigt.

Briten müssen zurückstecken

In den meisten europäischen Ländern steigen die Reallöhne 2018 hingegen kräftig an – besonders in Ungarn erhöhen sich die Gehälter markant. Auch in den Schweizer Nachbarländern bleibt Angestellten mehr Geld zum Ausgeben. Gegenüber den Briten können sich Schweizer aber nicht über den Lohn beklagen: In Grossbritannien schrumpften die Reallöhne unter anderem wegen des EU-Austritts im Schnitt um 0,7 Prozent, und auch in Italien und Spanien sank das Lohnniveau.

( Mathias Brandt, Statista/mbü)

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