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Export
Verkäufe von Luxusuhren sind massiv eingebrochen

Die sinkende Nachfrage nach Luxusuhren führte 2016 zu einem markanten Exportrückgang. Das Segment der Zeitmesser mit einem Wert von über 3000 Franken schrumpfte um 12 Prozent.

Veröffentlicht am 26.01.2017

Die Schweizer Uhrenindustrie hat 2016 einen markanten Exportrückgang hinnehmen müssen. So sank der Wert der ausgeführten Uhren um 9,9 Prozent auf 19,4 Milliarden Franken.

Damit kehre die Branche zu den Ergebnissen von 2011 zurück, teilte der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH am Donnerstag mit. Der Verband führt diesen Einbruch auf den starken Franken, den flauen Tourismus in Europa und die Massnahmen Chinas gegen Korruption zurück.

Teure Zeitmesser als Ladenhüter

Gleichzeitig stellt er auch eine Veränderung der Vorlieben der Konsumenten fest. Es habe 2016 allgemein eine geringe Nachfrage nach persönlichen Luxusartikeln geherrscht, heisst es in der Mitteilung. Entsprechend stark rückläufig war auch der Export von Schweizer Luxusuhren.

Der Absatz von Zeitmesser mit einem Wert von über 3000 Franken schrumpfte um fast 12 Prozent und war damit für rund 80 Prozent des gesamten Rückgangs verantwortlich. Aber auch Uhren für unter 200 Franken waren weniger gefragt. Von diesem Segment wurden im vergangenen Jahr 2,1 Millionen Stück weniger exportiert als im Vorjahr. Die Zahl der exportierten Uhren insgesamt schrumpfte um 9,8 Prozent auf 25,4 Millionen.

Krasser Rückgang in Hongkong

Vom Rückgang waren auch alle Marktregionen betroffen. Besonders stark rückläufig war die Nachfrage in Hongkong. In diesem Stadtstaat wurde ein Viertel weniger für Schweizer Uhren ausgegeben als 2015. Einen Einbruch um rund 10 Prozent verzeichneten auch die wichtigen Absatzmärkte USA, Italien, Deutschland und Singapur.

Zugelegt hat dagegen der Absatz in Grossbritannien und Südkorea. Im vereinigten Königreich hat die Uhrenindustrie laut der Mitteilung vom Brexit profitiert, der die Nachfrage angekurbelt habe. Für das laufende Jahr zeigt sich der Verband vorsichtig optimistisch. Das komplexe und ungewisse Umfeld mache zwar Prognosen schwierig. Die vorliegenden Daten deuteten jedoch darauf hin, dass sich das Ergebnis 2017 stabilisieren wird.

Die Luxusuhrenmesse SIHH:

(sda/gku/cfr)

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