Wer gerade etwas Bargeld übrig hat, kann jetzt zuschlagen: Der Immobilienhändler Brown Harris Stevens hat derzeit gerade «die Erfüllung eines Lebenstraumes» im Angebot, wie er in den Verkaufsunterlagen schreibt. Für 95 Millionen Dollar bekommt der Käufer eine 15-Zimmer-Wohnung, die eine ganze Etage umfasst. Fünf der 15 Zimmer und eine riesige Terrasse erlauben den direkten Blick auf den Central Park, die Schlafzimmer sind auf Midtown-Manhattan gerichtet.

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Doch die Wohnung im 18. Stock des Sherry-Netherland-Gebäudes ist eine Ausnahme – denn Luxuswohnungen sind in New York knapp. Im zweiten Quartal fielen die Transaktionen bei den Objekten in der Preiskategorie über 10 Millionen Dollar um die Hälfte. Das liegt nicht an einer schleppenden Nachfrage, Schuld ist die knappe Nachfrage.

Unrealistische Forderungen

«Es liegt an den fehlenden Angeboten», sagte Immobilienexperte Hall F. Willkie dem Nachrichtenportal «Business Insider». Die Zahl der ausgeschriebenen Objekte im Segment 5 bis 10 Millionen fiel innert Jahresfrist um 15 Prozent.

Zusätzlich verknappt wird das Angebot, weil viele potenzielle Verkäufer unrealistische Preisvorstellungen haben. Doch sie können auf ihren unrealistischen Forderungen beharren. Denn Druck zu verkaufen, haben sie offenbar nicht.

(se/vst)