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Bekenntnis
Vier grosse Banken schwören London die Treue

London: Der Brexit wird der Finanzmetropole wohl schaden. Keystone

London fürchtet wegen des Brexit einen Exodus der Banken. Die Institute zeigen aber wenig Lust am Wegzug aus der City. Ein Versprechen, keine Jobs abzubauen, wollen die Banker dennoch nicht abgeben.

Veröffentlicht am 07.07.2016

Vier grosse US-Investmentbanken haben sich nach dem Brexit-Votum zum Standort London bekannt – allerdings ohne konkrete Zusagen. Goldman Sachs, Morgan Stanley, JP Morgan und die Bank of America Merrill Lynch teilten am Donnerstag nach einem Treffen mit dem britischen Finanzminister George Osborne gemeinsam mit, zusammenarbeiten zu wollen, um die führende Position Londons als Finanzmarktzentrum zu erhalten.

Keine andere Stadt in Europa habe einen derart ausgeprägten Kapitalmarkt. Auch die britische Bank Standard Chartered, die ihren Geschäftsschwerpunkt allerdings in Asien hat, bekannte sich zum Standort London. Die Geldhäuser vermieden nach dem britischen Votum für einen EU-Austritt allerdings Versprechen, Jobs im Land zu erhalten.

Frankfurt und Paris wittern ihre Chance

Andere Finanzzentren wie Paris und Frankfurt versuchen von der unsicheren Lage auf der Insel zu profitieren. Es wird befürchtet, dass britische Banken bei einem EU-Austritt nur noch einen eingeschränkten Zugang zum europäischen Binnenmarkt haben. JP-Morgan-Chef Jamie Dimon hatte vor dem Referendum gewarnt, im Brexit-Fall bis zu 4000 Mitarbeiter aus Grossbritannien abzuziehen.

(reuters/mbü/ama)

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