Die Schweiz prüft zusammen mit den Schengen-Staaten, die Auflagen für Reisevisa für chinesische Touristen zu reduzieren. Wie die «NZZ am Sonntag» berichtet, diskutiert das Aussendepartement (EDA) derzeit mit den Vertretungen der anderen Länder in China sowie den zuständigen Gremien in Brüssel, die Pflicht einer Hotelreservation im europäischen Hauptreiseland für einen Visums-Antrag aufzuheben.

«Die Schweiz unterstützt dieses Anliegen», sagt EDA-Sprecherin Sonja Isella. Grund für die angestrebte Erleichterung sind unter anderem Scheinbuchungen chinesischer Touristen in Schweizer Hotels zum Erhalt der Touristenvisa. Diese Praxis hatte zu Klagen aus der Gastronomie geführt.

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Weil die Hotelreservationen zudem kaum überprüfbar sind, sollen sie als Auflage für die Reisebewilligungen gestrichen werden. Wann die Neuregelung eingeführt wird und ob sie für alle chinesischen Touristen oder nur für bestimmte Gruppen gelten soll, ist laut der EDA-Sprecherin noch offen.

(gku)