43'051 Firmen wurden 2015 in der Schweiz gegründet. Das sind 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr – das erste Minus seit drei Jahren. Besonders bei den Aktiengesellschaften kühlte sich das Gründungsfieber deutlich ab.

Mit 8758 neuen AGs wurden 8,8 Prozent weniger neue Aktiengesellschaften gegründet als 2014, wie aus einer Auswertung des Wirtschaftsinformationsdienstes CRIF (ehemals Orell Füssli Wirtschaftsinformationen) hervorgeht.

Mehr Einzelfirmen

13'331 mal hingegen entschieden sich die Firmengründer für die Rechtsform Einzelfirma, das ist ein Plus von 2 Prozent, wie CRIF am Donnerstag mitteilte. Am beliebtesten sind aber nach wie vor die Gesellschaften mit beschränkter Haftung GmbH, von denen es im zu Ende gehenden Jahr 15'363 neue gibt.

Eine Einzelfirma kennt weniger Vorschriften als die AG und die GmbH und schreibt beispielsweise kein bestimmtes Mindeststartkapital vor. Dafür haftet der Inhaber persönlich.

Ausländer gründen gerne Einzelfirma

An Beliebtheit haben die Einzelfirmen vor allem bei Ausländern gewonnen. 40 Prozent der Einzelfirmen in der Schweiz werden von Personen mit ausländischem Pass gegründet. Vor zehn Jahren waren es noch 28,7 Prozent.

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Über alle Rechtsformen beträgt der Anteil der Ausländer an den Firmengründern einen Drittel, gegenüber 26,5 Prozent 2005.

(sda/ise)

Hier kreist der Pleitegeier

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Der Wirtschaftsinformationsdienst D&B hat die Zahl der Firmeninsolvenzen analysiert. In der Region «Espace Mittelland» (BE, FR, JU, NE, SO) gab es in den ersten elf Monaten fünf Prozent mehr Betrieb, die pleite gingen. Vor allem das Plus im Kanton Solothurn schlägt zu Buche (49 Prozent mehr Insolvenzen).