Der Goldpreis setzt seinen Sinkflug ungebremst fort. Am Donnerstag fiel der Preis für eine Feinunze (31 Gramm) erstmals seit August 2010 unter die Marke von 1'200 US-Dollar. Im Tief kostete Gold knapp 1'198 Dollar und damit so wenig wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Allein seit Jahresbeginn hat Gold etwa dreissig Prozent an Wert verloren.

Für den Sinkflug gibt es mehrere Gründe: Zum einen kehren immer mehr professionelle Anleger dem Edelmetall den Rücken zu. Daneben sorgt die Aussicht auf eine geringere Geldschwemme aus den USA für massiven Druck. Seit die US-Notenbank Fed vor gut einer Woche eine weniger expansive Geldpolitik in Aussicht gestellt hatte, hat der amerikanische Dollar spürbar zugelegt. Das verteuert Gold für Anleger ausserhalb des Dollarraums und belastet die Nachfrage. Hinzu kommt, dass weniger Zentralbankgeld das Risiko einer künftig hohen Geldentwertung mindert. Gold gilt traditionell als Inflationsschutz.

(tke/awp)