Die Terroranschläge in Paris von Mitte November haben Auswirkungen auf das Sicherheitsdispositiv am Davoser Weltwirtschaftsforum (Wef). Der Bündner Polizeikommandant und Wef-Sicherheitschef kündigte am Jahrestreffen im Januar mehr Kontrollen an.

In der Sicherheitslage habe sich wegen der Selbstmordattentäter von Paris eine neue Dimension ergeben, sagte der Bündner Polizeikommandant Walter Schlegel in einem am Mittwoch in der Tageszeitung «Südostschweiz» publizierten Interview. Das führe zu zusätzlichen Herausforderungen.

Keine Anti-WEF-Demo auf dem Radar

Begegnen will der Wef-Sicherheitschef diesen Herausforderungen «mit einer erhöhten Kontrollintensität, stärkeren Fahrzeug- und Personenkontrollen». Am Wef 2016 müsse mit vermehrten und schärferen Kontrollen gerechnet werden als in diesem Jahr, betonte Schlegel. Das werde auch zu Staus auf den Strassen führen, «aber darum kommt man nicht herum».

Sorgen bereitet dem Wef-Sicherheitschef derzeit die «gesamte Entwicklung der Situation in Europa». Er hoffe, dass sich diese nicht noch weiter hochschaukle, und die Lage sich soweit normalisiere, dass die Bevölkerung in den umliegenden Ländern und in der Schweiz mit einem guten Gefühl an Anlässe wie das Wef gehen könne.

Demonstration «unsinnig»

Demonstrationen gegen das Jahrestreffen der Wirtschaftsleute und Politiker erwartet Schlegel im Januar nicht. «Es wäre auch unsinnig, in Davos zu demonstrieren bei dieser Situation», sagte er.

(sda/mbü)