China könnte es sich nach Einschätzung der Weltbank leisten, sein Ziel für das Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr auf sieben Prozent zu drücken und dennoch einen intakten Arbeitsmarkt zu behalten.

Der Fokus müsse eher auf Reformen als auf dem Erreichen eines bestimmten Wachstumsziels liegen, sagte Karlis Smits, ein führender Volkswirtschafter der Weltbank, am Mittwoch in Peking.

Das niedrigste Wachstum seit 24 Jahren

China peilt in diesem Jahr ein Plus des Bruttoinlandproduktes (BIP) von 7,5 Prozent an. Viele Experten erwarteten ein Wachstum von 7,4 Prozent - das wäre das niedrigste seit 24 Jahren. 2013 hatte das BIP im Reich der Mitte noch um 7,7 Prozent zugelegt.

Nach Einschätzung der Weltbank besteht die grosse Besorgnis, dass eine Politik, die ein ähnlich ehrgeiziges Wachstumsziel wie 2014 verfolgt, eine Konzentration auf die Förderung der Binnennachfrage nach sich zieht. Reformen, zu denen die Weltbank die chinesische Führung drängt, würden dabei hinten angestellt.

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(sda/ise/me)