Aus Sorge um die Schwellenländer warnt die Weltbank vor einer zu frühen Zinsanhebung durch die US-Notenbank Fed. Mit einer Anhebung schon bei der kommenden Sitzung am 17. September würde die Notenbank riskieren, Panik und Turbulenzen in den Schwellenländern auszulösen, sagte der Chefvolkswirt der Weltbank, Kaushik Basu, der Tageszeitung «Financial Times». Die Währungshüter sollten stattdessen ihr Feuer zurückhalten, bis die Weltwirtschaft besser Fuss gefasst habe.

Eine zu frühe Zinsanhebung könne zu einem «Schock» führen und eine neue Krise der Schwellenländer auslösen, so Basu. Insbesondere aufgrund der jüngst gewachsenen Sorgen um China sei momentan von einer strafferen Geldpolitik abzuraten. Sie würde zu starken Kapitalabzügen aus den Schwellenländern und zu entsprechenden Währungsabwertungen führen. Der im Gegenzug starke US-Dollar würde zudem der US-Wirtschaft schaden, so Basu.

Mit der Warnung an die Fed knüpft die Weltbank an ähnliche Äusserungen des Internationalen Währungsfonds an.

(awp/dbe)