Im vierten Quartal 2016 sind in der Schweiz 5,081 Millionen Menschen erwerbstätig gewesen. Sowohl die Zahl der ausländischen als auch der Schweizer Erwerbstätigen stieg um 1,5 Prozent. Saisonbereinigt stagnierte die Erwerbstätigkeit zwischen drittem und viertem Quartal. Insgesamt arbeiteten im Schlussquartal 2016 hierzulande 3,521 Millionen Schweizer und 1,560 Millionen Ausländer, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung des Bundesamts für Statistik (BFS) hervorgeht.

Während dabei deutlich mehr Grenzgänger (plus 3,6 Prozent) gezählt wurden, verringerte sich die Zahl der Kurzaufenthalter deutlich (minus 5,6 Prozent). Einen auffallenden Unterschied gibt es bei den Geschlechtern. Die Zahl der erwerbstätigen Frauen wuchs um 1,1 Prozent und jene der Männer um 1,8 Prozent.

Deutlich weniger Erwerbslose

Positiv hat sich die Zahl der Erwerbslosen entwickelt. Im Schlussquartal waren insgesamt 213'000 Menschen in der Schweiz erwerbslos. Das sind 16'000 weniger als noch vor einem Jahr. Der Anteil der Erwerbslosen lag damit gemäss Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) noch bei 4,3 Prozent, verglichen mit 4,7 Prozent im vierten Quartal 2015.

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Die Erwerbslosenquote sank sowohl bei den Schweizern als auch bei den Ausländern. Während bei den Einheimischen ein Rückgang von 3,2 auf 2,9 Prozent innert Jahresfrist feststellbar war, sank die Quote bei den Ausländern von 8,8 auf 8,3 Prozent. Zum Vergleich: In der Europäischen Union sank im gleichen Zeitraum die Quote von 9,1 auf 8,2 Prozent und in der Eurozone von 10,6 auf 9,7 Prozent.

Weniger stellenlose Jugendliche

Positiv entwickelt sich der Schweizer Arbeitsmarkt für Jugendliche (15- bis 24-Jährige). Nachdem die Erwerbslosenquote im Vorquartal noch auf 11 Prozent angestiegen war, sank sie nun auf 7,5 Prozent. Deutlich weniger markant war der Rückgang hier in der Europäischen Union. Dort lag die Quote im vierten Quartal bei 18,5 Prozent.

Auch bei der Langzeitarbeitslosigkeit gibt es einen kleinen Lichtblick. Im vierten Quartal 2016 waren noch 80'000 Personen seit einem Jahr oder länger ohne Arbeit. Das waren 10'000 weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Anteil der Langzeiterwerbslosen an allen Erwerbslosen sank von 39,4 auf 37,3 Prozent. Im Durchschnitt waren die Betroffenen 220 Tage ohne bezahlte Beschäftigung.

Mehr Teilzeit-Angestellte

Teilzeitarbeit nimmt laut der neusten Statistik weiter zu: Im Schlussquartal arbeiteten 1,709 Millionen Personen mit einem reduzierten Pensum. Das waren 56'000 Personen mehr als noch ein Jahr zuvor. Der Anteil der Personen, die eigentlich mehr arbeiten möchten und könnten (Unterbeschäftigungsquote) lag unverändert bei 6,8 Prozent.

(sda/ise)