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Weniger Regeln für Banken? Yellen ist gegen die Idee

Janet Yellen: Sie könnte als Fed-Chefin bald abgelöst werden. Keystone

US-Präsident Donald Trump will die Grossbanken weniger streng regulieren. Von Notenbankchefin Janet Yellen erhält er für dieses Vorhaben keine Unterstützung.

Veröffentlicht am 25.08.2017

US-Notenbankchefin Janet Yellen hat die Politik vor einem Zurückdrehen der Finanzmarktregulierung gewarnt. Anpassungen am Rahmenwerk sollten dezent ausfallen, betonte die Präsidentin der Federal Reserve am Freitag auf der an den Finanzmärkten mit Spannung verfolgten Konferenz in Jackson Hole im Bundesstaat Wyoming. Es gehe darum, die durch die zurückliegenden Reformen «gesteigerte Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems« zu bewahren. US-Präsident Donald Trump strebt eine Aufweichung der Bankenregulierung an, die nach der Finanzkrise beschlossen wurde.

Per Erlass ordnete Trump unter anderem schon an, dass die Wall-Street-Reformen von 2010 überprüft werden sollen. Das in dem sogenannten Dodd-Frank-Gesetz zusammengefasste Regelwerk war die zentrale Lehre, die die USA aus der Finanzkrise gezogen haben. Damals wurden Banken weltweit mit Hilfe von Steuermilliarden vor dem Zusammenbruch gerettet.

Kein Wort zur Geldpolitik

Yellen sagte, bei manchen Menschen sei offenbar die Erinnerung verblasst, wie teuer die Krise gewesen sei. Sie erwähnte in ihrem Rede-Manuskript die Geldpolitik mit keinem Wort. Beobachter hatten auf Hinweise auf den weiteren Kurs gehofft. Die Fed hob die Leitzinsen zuletzt im Juni auf das Niveau von 1,0 bis 1,25 Prozent an und will bis Jahresende nachlegen, falls die Konjunktur mitspielt.

(reuters/mbü)

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